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Hertha BSC: Trainer Rauswurf mit offenen Fragen

Veröffentlicht: 15.04.21 20:22
Aktualisiert: 15.04.21 20:22
Zsolt Petry, Hertha BSC
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Hertha BSC hat sich vor wenigen Tagen von Torwart-Trainer Zsolt Petry getrennt. Der Ungar hatte in den heimischen Medien ein Interview gegeben, welches nicht wirklich ins Weltanschauungsbild der Berliner gepasst hat. Petry hatte sich dabei kritisch mit der europäischen Einwanderungspolitik auseinandergesetzt und angeblich auch eine homophobe Einstellung an den Tag gelegt.

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Die Reaktion des Hauptstadt-Clubs war knallhart. Petry wurde gefeuert.

Hertha BSC hat die Charta der Vielfalt unterschrieben und setzt sich als Verein aktiv für Werte wie Vielfalt und Toleranz ein, weil uns diese Werte wichtig sind. Dies findet sich in den Äußerungen von Zsolt Petry, die er als unser Mitarbeiter öffentlich getätigt hat, nicht wieder.“

Offizielle Stellungnahme des Vereins

Was ist wirklich passiert – das Interview

Fakt ist, der gesamte „Skandal“ hat einen mehr als faden Beigeschmack. Zsolt Petry hat sich nach seiner Freistellung erklärt.

Einerseits sei das Interview nicht richtig übersetzt worden und anderseits hat die Zeitung entsprechende Zitate in verkürzter Form wiedergeben. Petry sei – die eigene Aussage – weder ausländerfeindlich noch homophob.

Pal Dardai - Trainer von Hertha BSC

Sport und Politik passen nicht zusammen

Indirekt musste dies mittlerweile auch Hertha BSC selbst einräumen. In seiner Trainer-Tätigkeit sei Zsolt Petry nie negativ aufgefallen. Beim internationalen Kader der Alte Dame wäre dies auch kaum vorstellbar gewesen.

Der gesamte Vorfall zeigt zwei Dinge, a) dass Sport und Politik nicht wirklich zusammenpassen und b) dass es mit der Meinungsfreiheit im deutschen Profi-Fußball nicht weit her ist.

Selbst wenn der Ungar die Aussagen in der beschriebenen Form getätigt hätte, so steht ihm seine persönliche Meinung zu und darf keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen haben.

Lars Windhorst bei der Hertha BSC PK

Gábor Király sagt ab

Apropos Konsequenz. Als Ersatz für Petry wollte Hertha Torwart-Ikone Gábor Király verpflichten. Offiziell sei es zu keiner Verpflichtung gekommen, da der ehemalige Hertha Schlussmann andere Aufgaben habe.

Für einen Außenstehenden dürfte aber der wahre Hintergrund klar sein. Gábor Király wollte seinem Landsmann nicht in den Rücken fallen und die Machenschaften der Führungsebene seines Ex-Clubs unterstützen.

Hertha Unruhe zum falschesten Zeitpunkt

Sportlich kommt die Trainer-Trennung zur Unzeit. Hertha BSC steckt mitten im Abstiegskampf. Die Mannschaft steht nur dank der besseren Tordifferenz nicht auf dem Relegationsplatz. Der Gang in die 2. Bundesliga schwebt wie ein Damokles-Schwert über dem Berliner Fußball-Himmel.

Wer einen Tipp auf den Abstieg der Herthaner wagen will, kann zehn Euro bei Betsson einsetzen, um im Fall der Fälle den Berliner Absturz mit einem Wettgewinn von 70 Euro zu feiern.

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